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Der Trading Flow

Kennst du das? Es gibt solche Tage, Wochen oder gar Monate, da klappt alles was du anfasst. Du hast immer eine grüne Ampel, dein Handelskonto explodiert förmlich und sogar die Ehefrau ist permanent gut gelaunt ^^.
Aber Spaß beiseite – diese Tage musst du ausnutzen! Denn die katapultieren dein Handelskonto extrem nach vorne. Ich nenne diesen Zustand im Bereich des Tradings meinen “Trading Flow”.

Alles ist irgendwie klar, läuft wie gewünscht und im fluss. Verstehe mich nicht falsch – auch an solchen Tagen bzw Wochen handele ich nicht anders wie sonst auch. Auch hier gilt es sich strikt an sein Regelwerk zu halten und dieses konsequent durchzuziehen. Harakiri ist für Verrückte – beim Trading geht es um Konstanz und Disziplin.

Und doch gibt es Tage, wo trotz Regelwerk nahezu jeder Trade im SL landet und Tage oder Wochen, wo man manchmal leise Zweifel hat, ob die aktuelle Strategie noch profitabel ist. Diese Phasen gilt es zu überstehen! Denn du hast ja die Strategie bereits profitabel angewendet.

Kleinere Verluste oder Wochen mit wenig Gewinn gehören dazu. Der Markt verläuft immer in Phasen, mal seitwärts, mal in starken Trends und entsprechend funktioniert deine Strategie auch nicht in jeder Phase. Mit der Zeit bekommt man aber ein Gefühl dafür.

Wenn dann wieder eine “Flow-Phase” kommt, werden die Tage und Wochen in denen es schleppend lief wieder mehr als ausgeglichen.

Woran erkennst du deinen "Trading Flow"?

Zugegeben – wie so üblich auch ist man hinterher immer schlauer. Ein Punkt, der für mich immer essentiell wichtig ist, ist die Lust und die Leidenschaft in der jeweiligen Woche. Wenn ich keine Lust aufs Trading habe und mich motivieren muss zu handeln, lasse ich es lieber. Klar – meine EAs laufen immer und werden eigentlich immer jedes Wochenende eingestellt. Da brennt auch normal nichts an. Die laufen derart zahm, dass selbst 200$ Bewegungen bei Gold gegen mich (oder entsprechend 200- 300 Punkte beim SP500) keine Probleme darstellen.

Ein Altert liegt wird im Notfall immer an mich geschickt. Wenn es mal komplett kracht muss man ran – das ist klar.

Ich rede aber vom manuellen Trading. Hier muss ich einfach die Lust und die Lockerheit verspüren und auch das Gefühl haben, dass ich fundamental gesehen und was das Sentiment angeht komplett im Bilde bin. Ohne diese Faktoren kein “Flow”.

Also Faktor 1: MOTIVATION

 

Ein weiterer wichtiger Faktor ist der Fokus. Wenn ich zwar durchaus Lust aufs Trading habe, aber dann doch irgendwelche Termine im Kopf habe, andere Dinge mich belasten oder ich z.b. nur “Knatsch daheim” habe, dann kann ich mich nicht zu 100% auf den Markt konzentrieren. Dann ist das schon wieder mehr gezwungen und keine ideale Voraussetzung für eine optimale Handelswoche.

Faktor 2: FOKUS

 

Punkt Nummer 3. Der Markt muss einfach auch mitspielen. Wenn ich z.b. eine Trendfolgestrategie nutze wie z.b. die DaxWolves Strategie, dann sind Seitwärtsphasen nicht optimal. Ich brauche dann Trends. Je stärker, desto besser. Hier spielt Erfahrung und Geduld eine wichtige Rolle. Wenn man bereits 10.000 und mehr Chartbilder gesehen hat, dann entwickelt man ein Gefühl dafür, wann die Zeit reif ist, die “Früchte zu ernten” und wann man einfach besser nicht handelt.

Faktor 3: DAS MARKTUMFELD

Stimmen all diese Punkte, dann wird es schwer, keine Gewinne zu machen ^^.  Dann läuft es einfach – der erste Trade geht direkt ohne Zucken in den Take Profit, man hat einfach ein gutes Gefühl, trifft super Einstiege und befindet sich mehr und mehr im Flow.

So einen Monat hatte ich nun hinter mir. Das ist zwar ein kleineres Handelskonto, das ich ausschließlich manuell trade, aber der Gewinn bringt natürlich ordentlich Wachstumsschub mit sich (siehe Artikel zum Zinseszins-Effekt)

Speziell letzte Woche war einfach sagenhaft mit nur 0,05% Drawdown ^^.

 

 

Könnte es nicht immer so laufen? ^^
Perfekte Woche oder nicht?

Was ist nun das Fazit und was kannst du für dein Trading mitnehmen?

  1. Beim Trading gibt es gute und schlechte Wochen. Finde also heraus, welche Gemeinsamkeiten deine guten und deine schlechten Wochen haben und trade nur, wenn die Vorraussetzungen für die Profit-Wochen gegeben sind.
  2. Aktzeptiere schwächere Wochen. Solange du dich an dein Regelwerk hälst und deine Verluste begrenzt ist alles in Ordnung. Der “Rückzahlungszyklus” kommt bestimmt!
  3. Wenn du im “Flow” bist, bleib bei deinem Regelwerk-  das hat dich immerhin dahin gebracht. Das Ende kann schnell und hart kommen, wenn du verrückte Dinge machst.

 

Ich wünsche Dir natürlich nur noch “Flow-Tage”. In dem Sinne….

Maximalen Erfolg!

Michael – Team PimpYourTrading

Das ist Michael Goder

Das ist Michael Goder

Michael Goder beschäftigt sich seit vielen Jahren mit den Finanzmärkten. Als aktiver Trader gründete er bereits mehrere Firmen im Bereich Trading & Softwareentwicklung.
Für PimpYourTrading schreibt er regelmäßig Artikel und bereitet die STOCK'z ANALAYSEMAIL vor.

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