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Der „Angstindikator“ der Börse

Wäre es nicht toll, wenn man genau wüsst, wann Aktienkurse fallen? Oder wann es große Ausschläge zu erwarten gibt?

Es gibt zwar wie bei allen Indikatoren, Indizies und Tools keine Garantie aber der VIX-Index könnte hier eine Hilfe sein und es lohnt sich durchaus, diesen einmal näher zu betrachten.

Was ist der VIX Index?

Der VIX Index (Volatility Index) misst die kurzfristig zu erwartende Schwankungsbreite eines zugrunde liegenden Basiswertes oder Index wie z.b. den SP500.  Der VIX für den SP500 stellt hier durchaus eine solide Grundlage dar bzw hier macht die Messung der Schwankugsbreite natürlich extrem viel Sinn, da der SP500 bekanntermaßen die 500 größten börsenotierten Unternehmen in den USA umfasst.

Generell kann man sagen – je größer der Wert beim VIX Index, desto größer ist die kurzfristig ERWARTETE Schwankungsbreite.

Da wären wir auch schon bei den beiden Problemem.

a) wir haben es hier (wenn man es überspitzt sagen möchte) einer Vermutung zu tun, auf den der VIX fußt und

b) es wird keine Aussage über fallende oder steigende Kurse getroffen

Dennoch kann der VIX – auch bekannt als Angstbaromenter oder Angstindikator / Angstindex durchaus nützlich sein.

Der VIX in der praktischen Anwendung

Wir haben weiter oben schon festgestellt:

Je größer der Wert, desto größer ist die kurzfristig erwartete Schwankungsbreite.

Das bedeutet im Umkehrschluss, dass bei einem hohen Wert, mit sehr großer Volatilität zu rechnen ist. Ein hoher Wert ist sozusagen ein Indikator für Unsicherheit und in gewissem Maße auch „Angst“ am Markt. 

Dies können wir als Trader ausnutzen indem wir genau diese Unsicherheit ausnutzen oder uns eben genau in solchen Phasen aus dem Markt halten. Zweiteres ist vor allem für defensive Trader die wohl bessere Lösung.
Auch vor langfristigen Aktieninvestments lohnt ein Blick auf den VIX Index.


 Konkretes Beispiel

Im nächsten Bild legen wir einmal den Kursverlauf des SP500 (orange) über den VIX. Man sieht die direkte Korrelation. Immer wenn der VIX stark ansteigt, haben wir fallende Kurse, während in ruhigen Phasen (niedriger VIX Wert) die Kurse anziehen.

Besonders währends des Corona Crashs sieht man den exorbitanten Anstieg des VIX. Bereits das Gap zum Start des Crashs war ein klares Warnsignal.

Aber auch beim VIX Index gilt – Hinterher ist man immer schlauer. Entsprechend ist auch dies nicht der heilige Gral, sondern nur ein weiteres Werkzeug und Hilfsmittel, das bei der Entscheidung über einen Trade helfen kann.

Fazit:

Der Volatility Index ist sicherlich ein gutes Hilfsmittel um kurzfristige Ausschläge am Markt zu umgehen. Die Anwendung ist wohl besonders in längerfristigen Charts (D1) sinnvoll. Für das aktive Daytrading oder gar Scalping macht der VIX meiner Meinung nach wenig Sinn.

Maximalen Erfolg!

Michael – Team PimpYourTrading

Hinweis
Der Handel an der Börse kann erhebliche Risiken bergen und ist nicht für jeden Anleger geeignet.
Es handelt sich dabei um Spekulation. Möglicherweise ist dieser Handel nicht für Sie geeignet. Ein Anleger kann dabei seine gesamte ursprüngliche Investition oder sogar ein Vielfaches seiner ursprünglichen Investition verlieren, wenn er – etwa durch einen Hebel – verpflichtet ist Kapital nachzuschießen. Mit „Risikokapital“ ist Geld gemeint, das Sie komplett verlieren können, ohne Ihre finanzielle Sicherheit oder Ihren Lebensstil zu gefährden. Lediglich Risikokapital sollten Sie für den Handel verwenden, und nur Anleger mit ausreichend Risikokapital sollten den Handel überhaupt in Erwägung ziehen. Informieren Sie sich bitte daher vor einem Geschäftsabschluss eingehend und umfassend über das diesbezügliche Risiko.
Die vorgestellte Analyse stellt keine Handlungsaufforderung dar und ist ledigliche meine persönliche Einschätzung!

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