Saisonale Zyklen - Teil I: Einleitung

Zu Beginn unserer Serie erst einmal einen großen Dank an das Seasonax Team – mit dessen Zustimmung wir die Charts und Screenshots verwenden durften! Diese bieten auch für alle, die sich für das Thema Zyklen und Saisonalitäten interessieren ein sehr sehr gutes Produktan. Mehr Infos findest du HIER:

 

4-Jahres-Wahlzyklus, Jahresendralleye, Sell in May and go away – alles schon einmal irgendwo gehört.
Doch was steckt hinter diesen Begriffen und Zitaten?

In unserer neuen Reihe zum Thema Saisonalitäten widmen wir uns diesem Thema.

Doch was ist denn überhaupt ein Zyklus und was bedeutet Saisonalität?
Ein Zyklus im wirtschaftwissenschatlichen Sinn (also der für uns Trader relevante) bedeutet in einem regelmäßig zeitlichen Ablauf wechselnde Hoch – und Tiefpunkte, also eine regelmäßige Wiederkehr von Werten in einem gewissen erwartbaren Rahmen.
Am besten kann man dies mit dem Jahreszeiten und Temparaturzyklen vergleichen. Nehmen wir den mitteleuropäischen Raum her, so haben wir in den Monaten Oktober bis März niedrige Temparaturen und von April bis September eher steigende ( höhere) Temparaturen. Wir erkennen ein klares Muster ( Zyklus) und werden wohl kaum im Dezember einen Standurlaub an der Ostsee planen.
Doch nicht nur beim Wetter gibt es Saisonalitäten – auch bei Rohstoffen (Heizöl, Mais etc), politischen Ereignissen (US Wahl) oder generellen Marktphasen (Jahresendralleye) lassen sich saisonal bedingte Wertentwicklungen erkennen.

Historischer Temparaturzyklus in San Francisco

Dieses wissen der Zyklen und der Saisonalität (z b. hohe Temperaturen im Sommer) lassen sich nun auf das Trading übertragen und vor allem sollten wir dieses Wissen zu unserem Vorteil nutzen.

Was sind die Ursachen für saisonale Verläufe?
Generell wird jeder Kurs natürlich von Angebot und Nachfrage bestimmt. Nehmen wir dazu ein einfaches Beispiel her – Heizöl. Gerade zum Ende des Winters sinkt hier natürlich die Nachfrage (klar es muss im Frühjahr/ Sommer nicht mehr bzw weitaus weniger geheizt werden), während die Nachfrage am Endes des Sommers bzw mit Beginn des Herbst stark ansteigt. Jeder möchte noch einmal den Heiztank füllen und auf den Winter vorbereitet sein. Eine stärkere Nachfrage bei gleichbleibenden Angebot führt entsprechend zu einem steigenden Preis.

Dieses Wissen muss natürlich noch mit der technischen Analyse kombiniert werden!

Klar – höhere Heizöl Nachfrage im Herbst – also blind LONG rein?
NEIN! Saisonalitäten dienen nicht dazu, jede weitere Überlegung und technische Analyse zu übergehen. Sie sind aber ein Baustein, der bei der Entscheidungsfindung helfen kann. Neben dem Wissen um gewissen Zyklen, sollte man immer noch die aktuelle fundamentale Lage prüfen, sowie den entsprechenden Chart technisch analsieren und nach einem geeigneten Einstieg suchen.

Saisonale Preisentwicklung Heizöl

In den kommenden Beiträgen widmen wir uns dann natürlich aktuellen Themen wie der “Jahrenendralleye”, dem US-Wahl Zyklus und weiteren spannenden saisonalen Entwicklungen.


Michael – Team PimpyourTrading

Saisonale Zyklen – Teil I
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3 Gedanken zu „Saisonale Zyklen – Teil I

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