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Teil III - Einfach Mathematik

Du möchtest wissen, was wichtig ist für eine profitable Tradingstrategie? 

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Hier gehts zu Teil II

 

Bevor Du nun weiterliest, solltest du bereits mit unserem Teil I und Teil II vertraut sein.

Hier noch einmal kurz und knapp die Quintessenz aus Teil I:

– Lerne die Basics. Ohne Grundkenntnisse und das allgemeine Marktverständniss, kannst du weder profitabel traden, geschweige denn eine vernünftige Handelsstrategie entwickeln

– Blicke in den Spiegel – was für ein Typ Mensch bist du? Geduldig, Ungeduldig? Kommst du mit Rückschlägen klar? Wieviel Zeit hast du überhaupt für Trading, Analyse, Vor – und Nachbereitung der Trades? Entsprechend kannst du schon einmal vieles Ausschließen und bist einen ganzen Schritt weiter….

 

 

Und Teil II – Bleib im Spiel

– Trading ist keine Casino-Zockeri. Das Moneymanagement ist das A und O und sollte stets beachtet werden

– richtiges Moneymanagement schützt dein Kapital und erhöht gleichzeitig deine Performance

 

Die Sache mit dem Rechnen...

Fassen wir nun einmal kurz zusammen. Wir haben gelernt, dass ohne Basics und erst einmal die zu dir passende Taktik (Zeitrahmen, Art des Tradings), sowie dem richtigen Moneymanagement nicht viel gehen wird.

Nehmen wir also an, du kannst beide Bereiche abhaken. So fehlt die ja immernoch das Regelwerk an sich. Ich würde behaupten fast ausnahmslos alle Anfänger suchen nach dem Heiligen Gral und Strategien mit einer Trefferquote von 100%. Tja – schade dass es so etwas nicht gibt.

Doch lass mir dir eines sagen – ich habe selbst Konten mit 80% und mehr Trefferquote gesehen, die gegen die Wand gefahren wurden. Wie soll das denn bitteschön gehen wirst du dich nun fragen? Angenommen wir spielen ein Würfelspiel und Du gewinnst bei den Zahlen 1-5 immer einen kleinen Betrag – sagen wir 5€ aber musst mir bei jeder Zahl 6 100€ geben. Was meinst du wohl, wer von uns beiden (trotz, dass deine Trefferquote höher ist) auf Dauer mit einem dicken Gewinn nach Hause geht?

Richtig – der Typ mit der Sch*** Trefferquote aber dem (und jetzt kommt es) hohen C R V !

Verstehe mich nicht falsch – ich selbst mag Strategien mit einer hohen Trefferquote. Es ist einfach mental viel einfacher umzusetzen, wie immer wieder Verluste zu realisieren. ABER: es geht um die Kombination zwischen Trefferquote und CHANCE-RISIKO-VERHÄLTNIS

Was ist das CRV?

Willst du mehr über das CRV erfahren, klicke links aufs das Bild! Das ist eine Verlinkung zu einem Artikel aus unser Trader Essentials Reihe.
 
Trotdem hier eine kurze Erklärung aus dem alten Beitrag:

Es ist im Endeffekt reine Mathematik. Denn das CRV (Chance-Risiko-Verhältnis) sagt aus, wieviel ich bei meinem Trade g ewinne und verliere. Kleines Beispiel – wenn ich beispielsweise mit einem Setup beim DAX 100 Punkte riskiere und mein Kursziel (TP) bei 200 Punkten liegt, so beträgt mein CRV 2:1. Ich habe also das doppelte Gewinnpotential im Vergleich zu meinem möglichen Verlust.

Das CRV ist somit quasi der Grund, warum Strategien mit geringer Trefferquote oftmals sogar profitabler sein können, als Strategien mit größerer Trefferquote – einfach weil meine durchschnittlichen Gewinntrades viel mehr abwerfen, als meine Verlierer.

 Konkretes Beispiel

Du glaubst das nicht? Dass Strategien mit nur 30% profitabler sein können, als Strategien mit 70% Trefferquote? Na bitte – hier konkrete Rechenbeispiele.

 Beispieltrade

Um ehrlich zu sein, wurde dieser Beispieltrade garnicht ausgelöst, da der Kurs den Support durchbrochen hat. Das spielt aber keine Rolle. Denn kein Trade ist nicht schlimm.

Es ist vielmehr die Idee dahinter und das hohe CRV. Wäre der Kurs nämlich an der grünen Zone abgeprallt und hätte die Range bestätigt, dann wäre dies ein super Setup mit hohem Gewinnpotential gewesen. Und genau solche Trades sollte man finden. Wenn dann der ein oder andere Trade nicht ausgelöst wird oder gar in den SL läuft, ist das nicht schlimm, da man die Gewissheit hat, dass das nächste Setup wieder eine sehr hohe Gewinnchance in sich trägt!

Die Schlussfolgerung:
Idealerweise erreicht man natürlich eine Kombination aus hoher Trefferquote und hohem CRV. Das Learning aus diesem Artikel sollte aber sein, dass nicht die Trefferquote allein wichtig ist.
 
Viele Trade versuchen ihre Trefferquote in die Höhe zu treiben. Dabei macht es viel mehr Sinn an seinem CRV zu arbeiten – sprich seine Strategie dahingehend zu entwickeln, dass das CRV jedes Trades mindestens 2:1 beträgt.
Denn dann reicht selbst 50% Trefferquote um auf Dauer absolut profitiabel zu traden!

Ich bin ehrlich – auch ich wollte am Anfang eine möglichst hohe Trefferquote aber eine einfache Exel-Tabelle und etwas Grundkenntnisse in Mathe (siehe Bild oben) und schon stellt man fest: Wichtig ist in erster Linie, das was man gewinnen kann (CRV) …
Wenn man sich dann bei den Trades nur noch diese Rosinen heraus pickt, ist man auf einem sehr sehr guten Weg!

Soviel erst einmal für diesen Beitrag.  Ich hoffe ich konnte dir mit diesen Ausführungen etwas helfen.

Du suchst eine vorgefertigte Handelsstrategie oder eine vollautomatische Lösung? Dann schau in unserem Shop vorbei.

 

 

Maximalen Erfolg wünscht,

Michael

Team PimpyourTrading

Das ist Michael Goder

Das ist Michael Goder

Michael Goder beschäftigt sich seit vielen Jahren mit den Finanzmärkten. Als aktiver Trader gründete er bereits mehrere Firmen im Bereich Trading & Softwareentwicklung.
Für PimpYourTrading schreibt er regelmäßig Artikel und bereitet die STOCK'z ANALAYSEMAIL vor.

PS:
Spannend in dem Zusammenhang auch unsere Artikelreihe “Trader Essentials”

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