Mensch vs. Maschine...

In unserem letzten Artikel haben wir uns vor allem mit einer Tatsache beschäftigt – Dir muss bewusst sein, dass Trading Arbeit ist.
Auch mit einem Expert Advisor (was mit ein Thema dieses Beitrages sein wird) ist Trading Arbeit.
 
Daran gibt es nichts zu rütteln, egal wie man es dreht und wendet.
 
Die große Preisfrage dieses Beitrages ist nun: Was ist sinnvoller – manuelles oder automatisches Trading?
 
 Klären wir vielleicht erst einmal die Vor – und Nachteile der beiden Ansätze…

Manuelles Trading

Klar – der Klassiker. Man handelt alles Trades / Setups selbstständig. Dies hat gewisse Vorteile, aber auch Nachteile.

Vorteile des manuelles Tradings

Ein Vorteil ist sicherlich die 100%-ige Kontrolle. Man legt seinen Einstieg, Stopp und Tape Profit fest, definiert sein fixes Risiko (Positionsgröße) und weiß somit schon bei des Ausführung, was im schlimmsten Fall passieren kann.

Ein weitere Vorteil ist, dass man mit steigender Erfahrung den Markt besser und besser lesen kann. Man kann viel schneller antizipieren und zum Teil punktgenaue Einstiege treffen….

 

Kommen wir zu den Nachteilen.
Nachteile es manuellen Handelns:
Ein Nachteil ist sicherlich die Strategie – es ist ein weiter Weg, endlich eine profitable Handelsstrategie zu haben, die zu einem passt und die man auch konsequent umsetzt. Es gibt etliche nachweislich profitable Strategien (z.b. unsere Dax Wolves oder Bands Breakout Strategie) – aber die Strategie muss zu einem passen. Es ist wie mit einem Korsett bei Frauen – wenn es zu eng wird, passt man nicht rein….
 
Und natürlich ist da grundsätzliche Know How und Wissen über den Markt sowieso absolut notwendig und elementar.
 
Ein weiterer Nachteil des manuell Tradings ist der Faktor Zeit. Man kann einfach nicht rund um die Uhr handeln und gerade am Anfang übt man Trading wenn überhaupt nebenberuflich aus. Hier ist man noch weniger am Chart und verpasst womöglich die besten Setups – klar: durch die Skalierung der verschiedenen Zeiteinheiten, Tausenden von Märketen etc findet man permanent gute Chancen. Doch auch die müssen gesucht werden.


Doch der größte Nachteil sind aber die Emotionen.
 
Hier ein kleines Beispiel…
Kennst du das – du willst nur mal schnell ein paar Euros ertraden. Der Plan: schnell rein in den Markt, schnell wieder raus – 50€ mitnehmen und dann schön essen gehen. Doch der erste Trade läuft direkt in den Stopploss, der zweite ebenso . “Fuck – 75€ Verlust. Naja die Hol ich mir jetzt zurück!”. Es kommt wie es kommen musste. Es werden alle Regeln über Bord geworfen, das Risiko wird erhöht und statt 50€ Gewinn steht am Ende ein rießiger Verlust, wenn nicht sogar der Margin Call.
 
Und genau diese Emotionen halten viele Trader davon ab, nachhaltig profitabel zu traden. 2-3 Monate Arbeit konstant gutes und qualitativ hochwertiges Trading werden binnen weniger Stunden zunichte gemacht.
 
 

 

Ist also das vollautomatische Trading DIE Lösung?
Schauen wir uns auch hier die Vor – und Nachteile einmal an.
 
Nachteile des vollautomatischen Handelns:
Sind wir ehrlich – wieviel Expert Advisors kennst du, die nachhaltig stabil funktionieren? Nicht allzu viele oder? Das Problem liegt dabei vor allem in der “Propaganda” der Verkäufer. Expert Advisor sind KEINE SCHNELL REICH SYSTEME und auch KEINE SYSTEM DIE MAN NICHT ÜBERWACHEN muss.
Viele Menschen gehen der irrtümlichen Annahme nach, dass man einen EA einmal startet und dann schaut man erst wieder drauf, wenn sich das Startkapital verhundertfacht hat. Das ist kompletter Schwachsinn!
Auch EAs benötigen Zeit, Arbeit und vor allem permanentes Tuning.
 

Grundsätzlich gilt: “Jeder EA ist nur so gut wie die Programmierung und der Trader davor”
 
Ein weiterer Aspekt und Nachteil ist natürlich, dass sich ein EA weitaus schwerer steuern lässt als das manuelle Trading. Gerade bei News kann es hier durchaus schon zu Problemen kommen – es sei denn man beherrscht sein Handwerk und passt die Einstellungen korrekt an bzw stellt den EA während dieser Zeit ab.
 

Kommen wir zu den Vorteilen eines EAs

Zum einen ist es ganz klar der Faktor Zeit. Ja – auch ein EA kostet Arbeit & Zeit, aber eben doch nicht soviel wie das manuelle Trading. Zudem handelt der EA (je nach Einstellung) 7×24, also rund um die Uhr.

Ein weiterer Vorteil ist, dass der EA das Moneymanagement und die Regeln bzgl. Ein – und Ausstieg strikt umsetzt. Dies ist einer der größten Vorteile. EMOTIONEN werden aus dem Spiel genommen. Liegt ein Signal vor und entsprechen alle Paramenter dem Signal den Vorgaben steigt der EA ein. Es gibt hier keine “hab keine Zeit”, “keine Lust”, “bin Müde”, “schlecht drauf”, “Ärger mit der Frau”…

Und dies ist für mich eben DER große Vorteil von einer vollautomatischen Software.

Soviel zu den Vor – und Nachteilen. Was letztlich für dich das Richtige ist  – manuelles Trading mit einer profitablen Handelsstrategie (vielleicht lässt diese sich ja automatisieren?) oder ein Expert Advisor – das musst Du für Dich entscheiden. Das hängt von vielen Faktoren ab. Jeder Mensch ist indiviudell und hat eigene Präferenzen. Auch gibt es im Trading nicht “das ist das Beste” – es gibt soviele gute Ansätze. Der eine nutzt die Markttechnik, der nächste handelt nur nach Volumen… was für den einen klappt, muss für den nächsten nicht zwangsläufig funktionieren. Das ist auch das spannende und schöne am Trading. Du gibst 100 Menschen einen Chart und erhälst 100 verschiedene  Analysen 😅😅

 

Im nächsten Beitrag stelle ich dann vor, wie ich das handhabe und warum ich das so mache, wie ich es mache ^^

Wie Peter Lustig schon immer zu sagen pflegte “Klingt komisch – ist aber so”. In dem Sinne.

 

MAXIMALE PIPS wünscht


Michael – Team PimpyourTrading

 

PS:
Spannend in dem Zusammenhang auch unsere Artikelreihe “Trader Essentials”

Vision Trader – Teil II
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